Ansichten der Gesellschaft: Frankfurter Beiträge aus by Ludwig v. Friedeburg (auth.), Wolfgang Glatzer (eds.)

By Ludwig v. Friedeburg (auth.), Wolfgang Glatzer (eds.)

Die Frankfurter Beiträge aus Soziologie und Politik bieten Analysen und Theorien zu zentralen Aspekten der Gesellschaft. Je nach Fragestellung treten Probleme der Industrie-, Informations- und Globalgesellschaft bzw. des Geschlechterverhältnisses in den Vordergrund.

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Also muB das Problem der Objektivitiit von "uns kleinen Kreaturen in einer groBen Welt" ausgehen, "von der wir nur ein sehr begrenztes Verstiindnis gewinnen konnen" (Nagel 1986, S. 5). Wie aber konnen wir angesichts der unabdingbaren Selektivitiit der Perspektiven objektive Urteile fallen? Auf diese zwiespiiltige Frage versuchen Autoren wie Thomas Nagel eine Antwort zu geben. 6 56 Evelyn Fox Keller (1986, S. ) hat die Implikationen dieses Grundgedankens so kritisiert: "Die objektivistische Illusion wirft ein Bild von einem Selbst zurUck, das autonom und objektiviert ist: ein Bild von auf sich selbst gestellten Individuen, die von der liuBeren Welt der anderen Objekte und zugleich von ihrer eigenen Subjektivitlit abgetrennt sind.

6 Hinzu kommt meistens noch der Anspruch, samtliche Aussagen Ober psychische, mentale, soziale oder linguistische Phiinomene in das Sprachspiel einer der Naturwissenschaften, am besten das der mathematischen Physik, zu Obersetzen. Doch schon Pascal hat daran erinnert, daB die Mathematik nicht bloB die strenge Rechenkunst (esprit de geometrie), sondem auch Phantasie und Kreativitiit (esprit de finesse) verlangt. Kreativitiit stort die Objektivitiit vermutlich nicht. Donald Davidson und Thomas Nagel haben in verschiedenen Arbeiten und Analysen gezeigt, wie leicht und bei welchen Gelegenheiten der Objektivismus die von ihm so hoch gehaltene Objektivitiit sogar untergraben kann (vgl.

Aus der Grobeinteilung des scheinbar einheitlichen Objektivitiitsbegriffes laBt sich eine erste wissenssoziologische Konsequenz ziehen: Objektivitiit kann als ein Komplex von Normen verstanden werden, auf die sich nicht allein die im Wissenschaftssystem Werktiitigen, diese jedoch besonders nachdriicklich und erstaunlich einhellig vereidigen lassen. Oberdies kann Wissenschaft von Laien geradezu als Hort der Objektivitiit bewundert werden. Und wehe, wehe, wenn jemand im Wissenschaftsbetrieb in den Verdacht gerat, nicht objektiv zu urteilen!

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